Letztes Update am Di, 08.12.2015 18:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klare Verluste an der Zürcher Börse



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Aktienmarkt in der Schweiz hat am Dienstag klar im Minus geschlossen. Der Leitindex SMI hatte noch oberhalb der 8.800-Punkte-Marke eröffnet, war dann aber schnell abgerutscht. Am Nachmittag fiel er zeitweise sogar deutlich unter die 8.700er-Schwelle. Der Abwärtstrend der Vorwoche setzte sich damit fort und die leichte Erholung vom Vortag entpuppte sich als Strohfeuer.

Auch an den anderen wichtigen Handelsplätzen in Europa gaben die Kurse nach. Als Auslöser galten die enttäuschenden Konjunktursignale aus China. Laut Regierungsangaben gingen sowohl die Aus- als auch die Einfuhren im November weiter zurück. Dies lasse erneut Sorgen über das Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte und für die gesamte Weltwirtschaft aufkommen, meinten Analysten. Abgesehen davon waren Neuigkeiten dünn gesät.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor 1,41 Prozent auf 8.701,20 Punkte ein, wobei das Tageshoch bei 8821 und das Tagestief bei 8.658 Stellen markiert wurde. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verlor 1,53 Prozent auf 1.312,40 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,40 Prozent auf 8.964,84 Zähler. Von den 30 Blue Chips standen am Ende 27 im Minus und nur drei im Plus.

Die deutlichsten Verluste erlitten die zyklischen LafargeHolcim (-3,2 Prozent). Die Papiere des global tätigen Baustoffzulieferers reagieren besonders sensibel auf Ängste um den Zustand der Weltkonjunktur. Mit ABB (-1,9 Prozent) und Adecco (-1,7 Prozent) fanden sich weitere Zykliker unter den Verlierern.

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Zu den Hauptverlierern zählten zudem Richemont und Swatch (je -3,0 Prozent), welche die eingetrübten Aussichten für die chinesische Wirtschaft zu spüren bekamen. China ist für beide Unternehmen ein wichtiger Absatzmarkt. In Händlerkreisen wurden die Abgaben auch auf nun möglicherweise zu hohe Erwartungen an das asiatische Weihnachtsgeschäft zurückgeführt. Ebenfalls unter den China-Sorgen dürften die Schindler-Papiere (-2,3 Prozent) gelitten haben. Auch für den Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen ist China ein Schlüsselmarkt.

Bei Julius Bär (-2,7 Prozent) lösten sich die überdurchschnittlichen Gewinne vom Vortag in Luft auf. Medienberichte über Übernahmevorhaben in China und Brasilien hatten den Aktien Schub gegeben. Die Großbankentitel von UBS (-2,2 Prozent) und CS (-1,9 Prozent) gaben ebenfalls klar nach.

Unter Druck standen auch Sonova (-2,0 Prozent). Diese wurden von einem negativen Kommentar aus dem Hause Morgan Stanley belastet. Der Hörsystem-Hersteller sei im kommenden Geschäftsjahr mit einer Anzahl von Herausforderungen und Unsicherheiten konfrontiert, hieß es. Es sei derzeit schwer, positive Treiber zu finden.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA323 2015-12-08/18:10




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