Letztes Update am Di, 08.12.2015 18:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der steigende Eurokurs und die wachsende Unsicherheit um die Weltwirtschaft haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder einmal zugesetzt. „Der Dax steht wegen China, den tendenziell schwachen Rohstoffpreisen und auch dem stärkeren Eurokurs unter Druck. Das Deflationsgespenst geht nun wieder um“, sagte Jochen Stanzl vom Wertpapierhändler CMC Markets.

Der Druck auf den DAX erhöhte sich im Verlauf. Der Leitindex ging 1,95 Prozent tiefer bei 10.673,60 Punkten aus dem Handel. Zum Wochenauftakt hatte das Barometer für die 30 wichtigsten deutschen Aktienwerte noch die 11.000-Punkte-Marke angegriffen. Der MDAX der mittelgroßen Titel verlor am Dienstag 1,91 Prozent auf 20.855,70 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 1,56 Prozent auf 1.840,32 Punkte abwärts.

Zudem hängt der DAX aus Sicht von Andreas Lipkow mal wieder an den Marktbewegungen der US-Börsen, die keine Hilfe gaben: Der Dow-Jones-Industrial-Index verlor zum Handelsschluss in Europa 0,75 Prozent. Dem Experten von Kliegel & Hafner zufolge entwickelt der deutsche Aktienindex so kurz nach der EZB-Sitzung in Europa und unmittelbar vor der spannenden Zinsentscheidung in den USA kein Eigenleben.

Tagesverlierer im DAX waren die Versorgerwerte von RWE mit minus 5,02 Prozent und E.ON mit minus 4,28 Prozent. Börsianer begründeten die Verluste mit gesunkenen Strompreisen. Auch die Aktien von Thyssenkrupp mussten im Sog der weltweit schwachen Rohstoffwerte ein dickes Kursminus von 3,71 Prozent hinnehmen. Im MDax rutschten die Titel des Stahlkochers Salzgitter am Indexende noch kräftiger um 6,21 Prozent ab.

Alle 30 Standardwerte aus dem Dax gingen tiefer aus dem Handel. Am besten hielten sich noch die Papiere des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers K+S mit einem Abschlag von 0,04 Prozent. Die Aktien des Dialysespezialisten FMC profitierten von einer positiven Studie der US-Bank Morgan Stanley. Die Analysten erwarten einen Ergebnisanstieg. Die Aktien gab um 0,25 Prozent nach.

Die Papiere von Osram gewannen dagegen 1,51 Prozent. Die Anleger gewinnen offenbar allmählich Vertrauen in die neue Strategie des Lichtspezialisten. Allerdings hatten die Aktien seit Mitte November, als der milliardenschwere Plan zum Bau einer Chipfabrik in Malaysia bekannt geworden war, mehr als ein Viertel ihres damaligen Kurswertes eingebüßt.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA324 2015-12-08/18:13




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