Letztes Update am Di, 08.12.2015 18:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Führende Republikaner weisen Trump zurecht



Washington (APA/AFP) - Führende US-Republikaner haben die Forderung von Präsidentschaftsbewerber Donald Trump nach einem Einreiseverbot für Muslime scharf zurückgewiesen. „Das ist keine konservative Politik“, sagte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, am Dienstag vor Journalisten. „Was gestern vorgeschlagen wurde ist nicht das, wofür diese Partei steht, und, viel wichtiger, wofür dieses Land steht.“

Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, ein Konkurrent von Trump im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, nannte die Äußerungen seines Rivalen „unamerikanisch“. Der Vorschlag stärke nur die Extremisten. Trump sei der „Mann des Jahres“ für die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS), sagte Graham und rief die Wähler auf, den Milliardär „zur Hölle“ zu schicken.

Trump hatte am Montag in einer Presseerklärung die „vollständige und komplette Schließung“ der US-Grenzen für Muslime gefordert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung forderte er erneut, Muslime sollten nicht ins Land gelassen werden, bis klar sei, „was zur Hölle los ist“. Mit dem Vorschlag reagierte Trump auf den Anschlag im kalifornischen San Bernardino, bei dem vergangenen Mittwoch ein offenbar dem radikalen Islam anhängendes Ehepaar 14 Menschen getötet hatte.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren