Letztes Update am Di, 08.12.2015 19:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weißes Haus: Trump hat sich für Präsidentschaft disqualifiziert



Washington (APA/AFP) - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich nach Ansicht des Weißen Hauses mit seiner Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime als untauglich für das höchste Staatsamt erwiesen. „Was Donald Trump gestern gesagt hat, disqualifiziert ihn, als Präsident zu dienen“, sagte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Dienstag.

Trump sei ein „Marktschreier“ mit „falschem Haar“. Die Republikaner müssten sich nun fragen, ob sie mit Trump in der „Mülltonne der Geschichte“ landen wollten.

Earnest prangerte den „Zynismus“ von Trump an, der mit den Grundwerten der Vereinigten Staaten spiele. Die Äußerungen seien „moralisch verwerflich“ und könnten überdies „Konsequenzen“ für die nationale Sicherheit haben.

Der im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur führende Milliardär hatte am Montag in einer Presseerklärung die „vollständige und komplette Schließung“ der US-Grenzen für Muslime gefordert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung verlangte er erneut, Muslime sollten nicht ins Land gelassen werden, bis klar sei, „was zur Hölle los ist“. Mit dem Vorschlag reagierte Trump auf den Anschlag im kalifornischen San Bernardino, bei dem vergangenen Mittwoch ein offenbar dem radikalen Islam anhängendes Ehepaar 14 Menschen getötet hatte.




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