Letztes Update am Mi, 09.12.2015 07:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ölpreise legten zu



Singapur (APA/dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel leicht zugelegt. Sie bleiben aber weiter nahe der mehrjährigen Tiefstände vom Vortag. In der Früh stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Jänner um 58 Cent auf 40,84 US-Dollar (37,55 Euro). Der Preis für ein Fass der Sorte WTI stieg auf 38,24 Dollar. Das waren 73 Cent mehr als beim Tiefstand vom Vortag.

Am Dienstag war der Brent-Preis erstmals seit Februar 2009 unter 40 US-Dollar gerutscht. Bei 39,81 Dollar erreichte der Preis ein Niveau, das zuletzt im Zuge der jüngsten Weltwirtschaftskrise erreicht worden war. Beim US-Öl ging es auch steil bergab. Der WTI-Preis sank bis auf 36,64 Dollar und damit ebenfalls auf den tiefsten Stand seit Februar 2009.

Trotz der leichten Erholung am Mittwoch sehen Analysten aufgrund eines äußerst hohen Angebots und der Förderpolitik der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) weiteres Abwärtspotenzial. Die Ölpreise könnten bis auf 32 Dollar sinken, bevor die OPEC ihre Förderpolitik ändert, schätzt Carl Larry, Ölexperte beim US-Beratungsunternehmen Frost & Sullivan.

Die Ölpreise sind seit Freitag mehr oder weniger stark auf Talfahrt, nachdem die OPEC ihre Förderpolitik vorerst nicht verändert hatte. Das Ölkartell hatte sich abermals nicht auf eine Kürzung oder Deckelung der Produktion einigen können, obwohl dies von einigen Mitgliedsländern gefordert wurde. „Eine mögliche Produktionskürzung war die letzte Hoffnung der Anleger auf Kursanstiege beim Öl“, sagte Aneek Haq, Analyst bei der französischen Bank BNP Paribas.

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