Letztes Update am Mi, 09.12.2015 08:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nachfrage aus EU-Ländern hält deutsche Exporte am Laufen



Wiesbaden (APA/dpa/Reuters) - Steigende Nachfrage aus EU-Ländern hat die deutsche Exportwirtschaft im Oktober angetrieben. Insgesamt legten die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf 106,2 Mrd. Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Dabei gab es im Handel mit den EU-Ländern ein Plus von 6,4 Prozent, die Ausfuhren in Drittländer sanken hingegen leicht. Die Importe legten binnen Jahresfrist insgesamt um 3,0 Prozent auf 83,8 Mrd. Euro zu.

Im Vergleich zum Vormonat September sanken die Exporte um 1,2 Prozent. Ökonomen hatten nur mit einem kalender- und saisonbereinigten Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im September noch einen Zuwachs von 2,6 Prozent gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 106,2 Mrd. Euro ins Ausland. Das waren 3,3 Prozent mehr als im Oktober 2014. Dafür sorgte vor allem die starke Nachfrage aus Europa: Die Ausfuhren in die Eurozone wuchsen binnen Jahresfrist um 5,8 Prozent, die in die gesamte Europäische Union sogar um 6,4 Prozent. Das Geschäft mit dem Rest der Welt schrumpfte dagegen um 0,9 Prozent an. Großen Schwellenländern wie China, Brasilien und Russland macht derzeit eine schwächere Konjunktur zu schaffen, weshalb sie weniger Waren „Made in Germany“ kaufen.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Von Jänner bis Oktober wuchsen die Exporte insgesamt um 6,6 Prozent auf etwas mehr als eine Billion Euro. Der Branchenverband BGA rechnet im Gesamtjahr mit einem Plus von bis zu sechs Prozent.

Die Importe fielen im Oktober um 3,4 Prozent zum Vormonat. Die bereinigte Handelsbilanz - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - wies ein Plus von fast 21 Mrd. Euro aus.




Kommentieren