Letztes Update am Mi, 09.12.2015 09:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitskosten in Deutschland langsamer gestiegen



Wiesbaden (APA/dpa) - Der Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland hat sich verlangsamt. Im dritten Quartal erhöhten sich die Kosten je geleisteter Arbeitsstunde gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zu Jahresbeginn und im zweiten Quartal waren sie jeweils noch um 3,0 Prozent gestiegen.

Die Lohnnebenkosten legten von Juli bis September um 2,5 Prozent zu, die Bruttoverdienste erhöhten sich im Jahresvergleich um 2,3 Prozent.

Gegenüber dem zweiten Vierteljahr blieben die Arbeitskosten insgesamt saison- und kalenderbereinigt unverändert.

Nach den revidierten Zahlen waren die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft im zweiten Quartal um 3,0 Prozent gestiegen. Der Zuwachs fiel stärker aus als im EU-Schnitt (plus 1,9 Prozent).

Österreich lag im zweiten Quartal mit plus 1,8 Prozent unter dem EU-Durchschnitt, dabei gab es bei den Bruttoverdiensten ein Plus von 1,8 Prozent und bei den Lohnnebenkosten von 1,6 Prozent.

In Deutschland stiegen die Bruttoverdienste um 3,3 Prozent (EU-Durchschnitt: +2,1 Prozent) und die Lohnnebenkosten um 1,9 Prozent (EU-Durchschnitt: 1,1 Prozent).

Die höchsten Wachstumsraten bei den Arbeitskosten insgesamt wiesen im zweiten Quartal Lettland (plus 7,9 Prozent), Rumänien (plus 7,7 Prozent) und Bulgarien (plus 6,8 Prozent) auf.

Im Euro-Krisenland Griechenland sanken die Arbeitskosten dagegen um 2,9 Prozent, auch in Zypern und Italien wurde Arbeit im Vergleich zum Vorjahr etwas billiger. In Frankreich fiel der Anstieg mit plus 1,5 Prozent nur halb so groß aus wie in Deutschland.




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