Letztes Update am Mi, 09.12.2015 10:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nowotny: Nicht EZB setzte falsche Signale, Kritik an Analysten



Wien/Frankfurt (APA) - OeNB-Gouverneur und EZB-Rat Ewald Nowotny hat die jüngste geldpolitische Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB) verteidigt und die im Vorfeld zum Teil „absurden Erwartungen“ von Analysten kritisiert. Die EZB habe hier keine falschen Signale gesetzt. Auf den Märkten war eine deutlich stärkere Intervention der Zentralbank erwartet worden.

„Die EZB kann und wird sich nicht von den Märkten treiben lassen“, sagte Nowotny am Mittwoch bei der Präsentation der OeNB-Prognose in Wien. Märkte und Analysten müssten „zu einer realistischen Einschätzung kommen“. Es sei „absurd“, was an Erwartungen geäußert wurde. „Es war ein massiver Fehler der Marktanalysten.“

Nowotny hält die Maßnahmen der EZB für „richtig“. Es gebe in der Eurozone weiterhin eine „schwache Wirtschaftsentwicklung“ und man sei „deutlich“ unter dem Zielwert für Preisstabilität.

Die EZB hatte vergangene Woche angekündigt, ihr Anleihen-Kaufprogramm auszuweiten und zu verlängern. Außerdem müssen die Banken in der Eurozone künftig einen höheren Strafzins zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Zentralbank parken. Nowotny mahnte „die Wirkungen und Nebenwirkungen“ der EZB-Maßnahmen genau zu beobachten. Sollte es zu einer Blasenbildung kommen, dann müssten Gegenmaßnahmen gesetzt werden.

( 1399-15, Format noch offen)

~ WEB http://www.ecb.int

http://www.oenb.at/ ~ APA141 2015-12-09/10:48




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