Letztes Update am Mi, 09.12.2015 11:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend schwächer



Tokio (APA/dpa-AFX) - An Asiens Handelsplätzen ist es am Mittwoch überwiegend weiter bergab gegangen. Allerdings fielen die Verluste deutlich geringer aus als am Vortag, da sich die schwachen Rohstoff-Notierungen etwas stabilisierten. Am härtesten traf es dabei noch die japanischen Börsen. Dagegen schafften es die chinesischen Aktienmärkte teilweise sogar ins Plus.

Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 0,98 Prozent auf 19.301,07 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 0,46 Prozent auf 21.803,76 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann hingegen geringfügig um 0,07 Prozent auf 3.472,44 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 25.035,90 Zählern mit minus 1,08 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 0,54 Prozent auf 5.129,90 Einheiten.

Auch die im Oktober außerordentlich gut ausgefallenen Maschinenaufträge halfen Japans Leitindex nicht auf die Sprünge. Zu den Verlierern gehörten in Tokio vor allem die Aktien von Versicherern und Medikamentenherstellern. Dagegen legten Konsumtitel zu.

Die Versicherer-Papiere von Dai-ichi Life Insurance und T&D Holding büßten rund dreieinhalb beziehungsweise zweieinhalb Prozent ein, nachdem die britische Bank Barclays ihre Kursziele gesenkt hatte. Für Mitsubishi Heavy Industries ging es nach einem kritischen Bericht um 2 Prozent bergab. Laut der Zeitung „Nikkei“ kann der Konzern ein Kreuzfahrtschiff nicht fristgerecht an die Reederei Carnival ausliefern, was zu Verlusten im Zusammenhang mit dem Projekt führen dürfte.

Uneinheitlich fiel die Börsenentwicklung in China aus, wo die Erzeugerpreise im November den 45. Monat in Folge gefallen waren. Die Verbraucherpreise hatten hingegen zugelegt. Die Landeswährung Yuan notierte auf dem niedrigsten Stand seit August 2011.

Die Aktien der Autobauer wurden von der Hoffnung auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen beflügelt. Insidern zufolge will die chinesische Regierung nun auch bei der Landbevölkerung die Lust auf neue Kleinwagen mit Subventionen anheizen. Die geplanten Zuschüsse würden für Pkw mit Motoren bis 1,6 Liter Hubraum gelten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Für Chongqing Changan Automobile ging es daraufhin um über 6 Prozent nach oben.

Auch von Chinas IPO-Front gab es positive Nachrichten: Die Aktienkurse aller sechs Unternehmen, die am heutigen Mittwoch in Shanghai und Shenzen an die Börse gegangen waren, stiegen um das gesetzlich begrenzte Maximum von 44 Prozent.




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