Letztes Update am Mi, 09.12.2015 11:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge - Hilfsorganisationen meldeten bereits 32,1 Mio. Euro ein



Wien (APA) - Die Hilfsorganisationen haben für die Flüchtlingsbetreuung seit September bereits 32,1 Mio. Euro eingemeldet. Die NGO geben ihre Kosten jedes Monat am 5. beim Innenministerium bekannt und bekommen sie für das Vormonat rückerstattet. Das Prozedere wurde auch für das gesamte Jahr 2016 vereinbart, erklärte ein Sprecher von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gegenüber der APA.

Um den Hilfsorganisationen ihre Kosten für die Betreuung der Flüchtlinge zu erstatten, melden sie diese monatlich. Im September waren es 14,5 Mio. Euro, die bereits zur Gänze ausgezahlt wurden, für Oktober 10,5 Mio. Euro und für November 7,1 Mio. Euro (Stand 9. Dezember), hieß es aus dem Ressort. Förderansuchen gestellt haben das Rote Kreuz, die Volkshilfe, der Arbeitersamariterbund, die Caritas, Train of Hope, Kinderfreunde, die Johanniter und die Malteser sowie die Islamische Föderation. Die größten Summen gehen dabei an das Roten Kreuz, den Arbeitersamariterbund und die Caritas.

Der Zahlungsvollzug erfolgt unter Einbindung des Finanzministeriums. Erstattet werden etwa die Personalausgaben oder der Sachaufwand wie Nahrungsmittel, medizinische Versorgung oder die Unterbringung in Notquartieren. Die Kosten sind abhängig von der Zahl der Flüchtlinge, daher wurde die monatliche Abrechnungsmodalität gewählt, hieß es.

Die Förderverträge mit dem Innenministerium umfassen nicht Transportunternehmen wie die ÖBB. Bei der Bahn geht man davon aus, dass der gesamte Sonderaufwand für das Unternehmen in diesem Jahr etwa 15 Mio. Euro betragen wird.




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