Letztes Update am Mi, 09.12.2015 12:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Opera Bastille: Buhs für Hermanis-Regie von „Fausts Verdammnis“



Paris (APA/dpa) - Liebende Schnecken, Marssonden und halb nackte Menschen in Gewächshäusern: Alvis Hermanis‘ Inszenierung der dramatischen Legende „Fausts Verdammnis“ ist beim Pariser Premierenpublikum in der Opera Bastille durchgefallen. Während Orchester, Sänger und der Chor am Dienstagabend anhaltenden Beifall ernteten, wurde der 50-jährige lettische Regisseur mit Buhs und Pfiffen auf der Bühne empfangen.

Die Oper des französischen Komponisten Hector Berlioz lehnt sich an Goethes Faust-Stoff an, in dem das unermüdliche Streben des Menschen nach Wissen und seine unersättliche Begierde im Mittelpunkt stehen. Hermanis gehört im deutschsprachigen Raum zu den gefragtesten Theater- und Opernregisseuren. Am Burgtheater inszenierte er zum Saisonauftakt Gogols „Revisor“, bei den Salzburger Festspielen 2016 ist „Liebe der Danae“ von Richard Strauss in seiner Regie angekündigt.

Seit einigen Tagen sorgt Hermanis für Schlagzeilen, weil er aus politischen Gründen seine Zusammenarbeit mit dem Hamburger Thalia Theater abgesagt hat. Er halte das Engagement des Theaters für Flüchtlinge für falsch, hatte er seine Absage begründet.




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