Letztes Update am Mi, 09.12.2015 12:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehr als 100 Tote bei internen Talibankämpfen in Afghanistan



Kabul (APA/dpa) - Bei schweren Gefechten zwischen zwei rivalisierenden Talibangruppen sind in Westafghanistan mindestens 100 Kämpfer ums Leben gekommen. Bei der seit drei Tagen andauernden Gewalt im Shindand-Distrikt der Provinz Herat seien allein am Mittwoch mindestens 74 Islamisten gestorben, sagte der Sprecher der Polizei, Abdul Rauf Ahmadi, einer Presse-Agentur.

27 weitere Taliban seien bei den Kämpfen im Dorf Zerko verwundet worden. Beide Gruppen hätten auch Gefangene genommen. Viele Anrainer seien geflohen.

Eine der Gruppen ist nach Medienberichten loyal zu Talibananführer Mullah Mansour, die andere zu einem seiner Gegner, Mullah Rassul. In der vergangenen Woche hatte es Berichte gegeben, wonach Mullah Mansour bei einer internen Schießerei schwer verletzt worden sei. Eine Bestätigung dafür gab es jedoch nicht. Unter den Taliban waren Machtkämpfe ausgebrochen, nachdem Mullah Mansour im vergangenen Sommer die Nachfolge des langjährigen Talibanchefs Mullah Omar angetreten hatte. Mehrere Fraktionen spalteten sich daraufhin ab.




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