Letztes Update am Mi, 09.12.2015 12:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ehefrau vergewaltigt: Zwei Jahre bedingt für Angeklagten in Ried



Ried im Innkreis (APA) - Ein 35-jähriger Mann, dem vorgeworfen wird, seine Ehefrau 60 Mal vergewaltigt zu haben, hat in einem Prozess im Landesgericht Ried im Innkreis in Oberösterreich zwei Jahre Haft bedingt ausgefasst. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der Staatsanwaltschaft ist die Strafe zu gering.

Die Hauptverhandlung war bereits Ende Oktober eröffnet worden. Damals leugnete der Ägypter die Taten, wurde aber von Zeugen belastet. Um sie zu hören wurde der Prozess vertagt. Bei der Fortsetzung am Mittwoch legte er ein Geständnis ab. Er schränkte nur ein, er habe nicht gewusst, dass sein Handeln strafbar sei.

Der Mann hat seine Frau, mit der er offenbar verwandt ist, 2014 aus Ägypten geholt. Das Paar wohnte seither im Innviertel. Laut Anklage sind die Übergriffe im Zeitraum von März bis Oktober 2014 erfolgt. Er soll seine Frau geschlagen, bedroht und vergewaltigt haben. U. a. habe er mit einem Glas nach ihr geworfen oder ihr einen Polster ins Gesicht gedrückt, damit sie nicht schreit.

Der Strafrahmen für die Taten hätte zwischen ein und zehn Jahren Haft betragen. Das Gericht wertete das Geständnis, die Reue und die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten als mildernd. Seinem Opfer wurden 1.000 Euro Teilschmerzensgeld zugesprochen.

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