Letztes Update am Mi, 09.12.2015 12:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kosovarisches Verfassungsgericht nimmt serbisches Kloster in Schutz



Prishtina (Pristina) (APA) - Das kosovarische Verfassungsgericht hat das serbisch-orthodoxe Kloster Decani in Schutz genommen. Das Gericht hat laut der Tageszeitung „Koha Ditore“ beschlossen, die Umsetzung einer Entscheidung des Obersten Gerichtes vom Juni dieses Jahres bis Ende Februar 2016 auszusetzen.

Aufgrund dieser Gerichtsentscheidung sollten 25 Hektar Ackerland im Besitz des Klosters an zwei einstige Staatsfirmen in Decani zurückerstattet werden, die Anspruch darauf erhoben hatten. Das strittige Ackerland, das nach dem Zweiten Weltkrieg von den Behörden des damaligen Jugoslawien den zwei Firmen zuerkannt worden war, war dem Kloster 1997 von serbischen Behörden wieder zurückerstattet worden.

Laut Meinung des Verfassungsgerichtes würde dem Kloster, das sich auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes befindet, durch die Entscheidung des Obersten Gerichtes ein „nicht wieder gutzumachender Schaden“ zugefügt werden, meldeten Medien.

Die kosovarischen Behörden hatten der UNESCO im Oktober schriftliche Garantien dafür erteilt, das Eigentum der serbisch-orthodoxen Kirche in keinerlei Weise anzutasten. Die Garantien waren im Laufe der Bemühungen des jüngsten Staates Europas erteilt worden, in die UNESCO aufgenommen zu werden. Diese waren dann bei der Abstimmung in der UNO-Kulturorganisation knapp gescheitert.

~ WEB http://www.unesco.org/new/en/ ~ APA263 2015-12-09/12:37




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