Letztes Update am Mi, 09.12.2015 14:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Korruption für zwei Drittel der Firmen weitverbreitet in Österreich



Brüssel (APA) - Korruption ist für zwei Drittel der Unternehmen in Österreich weitverbreitet. Ein Drittel der heimischen Unternehmen sieht Korruption zudem für das eigene Geschäft als Problem. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor.

Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage im Frühjahr 2013 sei der Wert von 67 Prozent aller befragten österreichischen Firmen, die Korruption als weitverbreitetes Phänomen betrachten, aber um 11 Prozentpunkte niedriger, erklärte die EU-Kommission. Am verbreitetsten ist demnach Korruption nach Aussage der befragten Unternehmen in Italien (98 Prozent) Griechenland (96 Prozent) und Rumänien (95 Prozent).

Zu den am häufigsten verbreitetsten Formen der Korruption in Österreich gehören „die Bevorzugung von Familienmitgliedern oder Freunden bei Geschäften“ (49 Prozent) sowie „in öffentlichen Ämtern“ (48 Prozent) und „Steuerhinterziehung“ (42 Prozent). Zudem geben 67 Prozent der befragten Unternehmen in Österreich an, dass Bestechung der einfachste Weg bei Erlangung öffentlicher Dienstleistungen sei, erklärte die Kommission.

Für die Umfrage anlässlich des 13. Anti-Korruptionstages wurden im September und Oktober 2015 in Österreich insgesamt 322 Unternehmen, EU-weit knapp 8.000 Unternehmen befragt.

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