Letztes Update am Mi, 09.12.2015 14:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rechnungshof bemängelt ÖBB - Für Unternehmen nicht nachvollziehbar



Wien (APA) - Der Rechnungshof hat am Mittwoch die strategische Planung und einige konkrete Beschaffungsvorgänge der ÖBB im Zusammenhang mit Triebwagen kritisiert. Das ist aus Sicht des Unternehmens „nicht nachvollziehbar“, wie es in einer Aussendung heißt. Die vom Rechnungshof bemängelten Vorgänge seien wirtschaftlich gewesen, Strategie habe es gegeben.

Durch die Stornierung von 16 Railjet-Garnituren hatten die Prüfer einen rechnerischen Zinsverlust von 2,9 Mio. Euro ausgemacht. Nach ÖBB-Rechnung gab es hingegen eine Zinszahlung von 312.000 Euro durch Siemens und einen Verzicht auf Vergütung von Mehrkosten von „bis zu 3 Mio. Euro“ - in Summe also Leistungen von 3,3 Mio. Euro. Daher habe es keinen finanziellen Schaden gegeben. Dennoch nehmen die ÖBB „die Anregung des Rechnungshofes auf und werden bei zukünftigen Verträgen darauf achten, dass ein diesbezüglicher Rechtsanspruch festgehalten wird“.

Beim Kauf der Cityjet-Züge verweist der Rechnungshof auf Mehrkosten von 4,45 Mio. Euro durch nachträgliche Änderungswünsche. Die ÖBB hingegen streichen einen Preisnachlass von 50 Mio. Euro hervor - und dass letztlich der Stückpreis „im unteren Drittel der international üblichen Preisrange für vergleichbare Fahrzeuge“ gelegen sei.

~ WEB http://www.oebb.at/ ~ APA389 2015-12-09/14:33




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