Letztes Update am Mi, 09.12.2015 14:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Moneyval“ bescheinigt Vatikan mehr Transparenz bei Geldwäsche



Vatikanstadt/Straßburg (APA) - Der Vatikan hat dem Europarats-Ausschuss „Moneyval“ zufolge wichtige Fortschritte hin zu mehr Transparenz seiner Finanzgeschäfte erzielt. Der Expertenausschuss des Europarates für die Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung genehmigte den „Progress Report“ des Vatikans zu seinen Fortschritten im Kampf gegen Geldwäsche.

Die „Moneyval“-Experten loben nach Vatikanangaben besonders die Bemühungen des Heiligen Stuhls zur Stärkung seiner Strukturen zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorfinanzierungen. „Der Bericht der ‚Moneyval‘-Experten bestätigt, dass der Heilige Stuhl ein gut funktionierendes und effizientes System zur Vorbeugung und Bekämpfung der Finanzverbrechen aufgebaut hat“, hieß es in einer Aussendung von Bischof Antoine Camilleri, des vatikanische Vizeaußenministers.

In der Vergangenheit war insbesondere die Vatikanbank IOR immer wieder wegen Skandalen und des Verdachts auf unlautere Geschäfte ihrer Kunden in die Schlagzeilen geraten. Franziskus hatte im Sommer 2013 eine Kommission zur Überprüfung des Geldinstituts eingesetzt. Zuletzt ist der Vatikan von einem Skandal um veruntreute Kirchengelder erschüttert worden. Die beiden Enthüllungsjournalisten Emiliano Fittipaldi und Gianluigi Nuzzi veröffentlichten zwei Sachbücher über Missstände in den vatikanischen Finanzen. Daraufhin leitete der Vatikan einen Prozess gegen fünf Personen - darunter die beiden Journalisten - wegen unerlaubter Veröffentlichung vertraulicher Dokumente ein.

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