Letztes Update am Mi, 09.12.2015 15:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Griechenland - Reguläre EZB-Geldversorgung von Banken wieder Thema



Athen (APA/Reuters) - Die EZB will nach Einschätzung von Griechenlands Notenbank-Vize ausloten, ob sie Hellas-Banken wieder direkt mit frischem Zentralbankgeld versorgt. Die Wiederinkraftsetzung einer entsprechenden Sonderregelung für griechische Bonds „steht auf der Agenda von (EZB-Präsident) Mario Draghi“, sagte Yanis Mourmouras am Mittwoch auf einer Konferenz in London.

Draghi habe das schon im September öffentlich angedeutet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Frühjahr die Sonderregelung für griechische Anleihen gekippt. Seitdem akzeptiert sie Bonds des Krisenstaates mit schwacher Bonität nicht mehr als Pfand für frisches Zentralbankgeld. Zur Liquiditätsbeschaffung waren Hellas-Banken deshalb in den vergangenen Monaten überwiegend auf sogenannte ELA-Notkredite ihrer Zentralbank in Athen angewiesen. Diese Hilfen sind aber teurer als eine direkte Finanzierung durch die EZB.

Da griechische Anleihen Ramschstatus besitzen und somit als hochriskant gelten, wird auf sie beim Einsatz als Pfand ein Sicherheitsabschlag erhoben - ein sogenannter „Haircut“. Nach Einschätzung von Mourmouras würden den Instituten zusätzlich 15 Mrd. Euro an EZB-fähigen Pfändern zur Verfügung stehen, sollte der Abschlag wieder auf die Niveaus des Jahres 2012 gesenkt werden.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA431 2015-12-09/15:09

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren