Letztes Update am Mi, 09.12.2015 15:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OSZE weitet ihre Beobachter-Aktivitäten in der Ostukraine aus



Horliwka (APA/dpa) - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) weitet ihre Beobachter-Aktivitäten im kriegsgeplagten Osten der Ukraine aus. Die Konfliktparteien berichteten von wachsenden Spannungen im Frontgebiet.

Zwar habe die im September vereinbarte Waffenruhe zu einer spürbaren Entspannung der Lage im Donbass geführt, hieß es in einem Bericht der Ukraine-Mission der Vereinten Nationen. Dennoch seien zwischen Mitte August und Mitte November rund 50 Zivilisten getötet worden. Die meisten seien Minen und Sprengfallen zum Opfer gefallen. Auch die OSZE hatte zuletzt Armee und Separatisten immer wieder aufgerufen, das Gebiet von Minen zu räumen.

Das ukrainische Militär und die Separatisten warfen sich gegenseitig dutzendfachen Beschuss mit Raketen- und Granatwerfern vor. Fünf Soldaten seien innerhalb von 24 Stunden verletzt worden, sagte Alexander Motusjanik vom Präsidialamt in Kiew.

Die OSZE eröffnete in der von den Aufständischen kontrollierten Frontstadt Horliwka einen neuen Beobachterpunkt. Missionsvize Alexander Hug wollte über Nacht demonstrativ in der Stadt bleiben. „Unsere Anwesenheit soll beiden Seiten helfen, die Spannungen zu reduzieren“, erklärte Hug. Die OSZE hat mehr als 500 Beobachter im Kriegsgebiet im Einsatz und überwacht den vereinbarten Abzug schwerer Waffen. Die Konfliktparteien verschleppen den Prozess demnach seit Monaten.

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