Letztes Update am Mi, 09.12.2015 15:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


VW-Skandal - Deutsche Regierung reichen neue Angaben nicht



Wolfsburg/Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Regierung hat zurückhaltend auf die Mitteilung des Volkswagen-Konzerns reagiert, wonach weit weniger Fahrzeuge als zunächst befürchtet von Abgasmanipulationen betroffen sind. Es handle sich hier um das Ergebnis interner Messungen bei VW, sagte dazu ein Sprecher des Verkehrsministerium in Berlin am Mittwoch.

Die nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten im November vom Kraftfahrtbundesamt angeordneten neuen Messungen des CO2-Ausstoßes bei den Fahrzeugen liefen aber noch. „Das wird auch jetzt weiter in vollem Umfang durchgeführt.“

VW hatte Anfang November mitgeteilt, dass es womöglich bei rund 800.000 Fahrzeugen des Konzerns zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. „Das Kraftfahrtbundesamt hatte unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Sachverhalts VW dazu verpflichtet, diese CO2-Werte für die betroffenen Fahrzeuge neu feststellen zu lassen“, erläuterte der Ministeriumssprecher. Diese Messungen würden ungeachtet der aktuellen Bewertungen des Konzerns in vollem Umfang vorgenommen. Wenn VW nun mit neuen Zahlen an die Öffentlichkeit gegangen sei, „ist das das Ergebnis der Innenrevision bei VW, der internen Untersuchungen des Volkswagen-Konzerns“.

Volkswagen hatte am Mittwoch mitgeteilt, bei internen Untersuchungen habe sich gezeigt, dass nur noch bei neun Modellen der Marke Volkswagen „leichte“ Unregelmäßigkeiten festgestellt worden seien. Betroffen sei damit eine Jahresproduktion von etwa 36.000 Pkw. Auf Österreich entfallen 336 Autos, hieß es aus dem Verkehrsministerium in Wien auf Anfrage.

~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA471 2015-12-09/15:52




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