Letztes Update am Mi, 09.12.2015 16:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Davutoglu wirft Russland „ethnische Säuberungen“ in Syrien vor



Istanbul (APA/dpa) - Im Konflikt mit Moskau hat die türkische Regierung Russland ethnische Säuberungen in Syrien und eine indirekte Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen. „Russland versucht, ethnische Säuberungen - Sie können das schreiben, ethnische Säuberungen - im Norden Latakias auszuführen.“

Das sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Mittwoch bei einem Gespräch mit Korrespondenten westlicher Medien in Istanbul. „Sie wollen dieses Gebiet ethnisch säubern, damit die Basen des Regimes und Russlands in Latakia und Tartus geschützt werden“, sagte der türkische Regierungschef weiter. „Sie wollen in diesem Teil Syriens keine sunnitisch-arabische oder turkmenische Bevölkerung haben.“ 90 Prozent der russischen Angriffe in Syrien gälten der moderaten Opposition. „Ihr Kampf ist nicht gegen Daesh (IS).“

Davutoglu sagte: „Russland unternimmt Operationen gegen die moderate Opposition besonders in Asas, was eine Hochburg der moderaten Opposition ist. Also wer hilft Daesh hier? Die Türkei oder Russland?“ In Asas kämpfe die Opposition gar nicht gegen das Regime, sondern gegen den IS. „Sie bombardieren Asas, um die Opposition zu schwächen, die gegen Daesh kämpft. (...) Wer profitiert davon? Daesh, nicht das Regime.“

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