Letztes Update am Mi, 09.12.2015 16:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Initiative gegen Steuervermeidung von Großkonzernen



Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Regierung hat einen ersten Schritt zur Umsetzung der weltweiten Initiative zur Eindämmung von Steuertricksereien bei international tätigen Konzernen beschlossen. Das Kabinett stimmte am Mittwoch dafür, im Jänner gemeinsam mit mehreren anderen Ländern eine „Vereinbarung zwischen den zuständigen Behörden über den Austausch länderbezogener Berichte“ zu unterzeichnen.

Dabei geht es um Konzerne mit einem Umsatz von mindestens 750 Mio. Euro. Sie sollen verpflichtet werden, über ihre Obergesellschaft dem Finanzamt detaillierte Kennzahlen für alle Konzernteile zu nennen, auch für jene im Ausland. „Dies betrifft die globale Aufteilung der Erträge, entrichtete Steuern und weitere Indikatoren der Geschäftstätigkeit“, erläuterte die Berliner Regierung. Die Daten der Firmen sollen dann einmal jährlich unter den Steuerbehörden jener Staaten ausgetauscht werden, in denen die Konzerngesellschaften ihren Sitz haben.

Ziel dieses Informationsaustausches ist es, den Konzernen die Umgehung von Steuerpflichten durch eine Verschiebung von Gewinnen in jene Staaten zu erschweren, wo die Besteuerung für sie am günstigsten ist.

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