Letztes Update am Mi, 09.12.2015 16:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Prozess gegen ETA wegen geplanter Anschläge auf Aznar 2001



Madrid (APA/AFP) - In Madrid hat am Mittwoch der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA wegen der Planung von Anschlägen im Jahr 2001 gegen den damaligen rechtskonservativen Regierungschef José Maria Aznar begonnen.

Die heute 55 bis 61 Jahre alten Angeklagten sollen drei Attentate mit Raketenwerfern auf das Flugzeug von Aznar während dessen Kampagne zur Regionalwahl im Baskenland vorbereitet haben. Die Staatsanwaltschaft an dem für den Anti-Terror-Kampf zuständigen Gericht Audiencia Nacional fordert Haftstrafen in Höhe von 71 oder 72 Jahren - unter anderem wegen „Mitgliedschaft in einer bewaffneten Organisation“ und „versuchten terroristischen Mordes“.

Die drei geplanten Attentate scheiterten den Ermittlungen zufolge im Frühjahr 2001, weil der Raketenwerfer defekt war. Die ETA versuchte über fast vier Jahrzehnte, mit Anschlägen und Gewalt die Unabhängigkeit des Baskenlandes in Spanien und Frankreich zu erzwingen. 2011 sagte sich die Untergrundorganisation vom bewaffneten Kampf los. Sie lehnt ihre Auflösung aber weiterhin ab.




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