Letztes Update am Mi, 09.12.2015 17:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gestrandete Flüchtlinge von mazedonischer Grenze nach Athen gebracht



Athen (APA/dpa) - Die griechische Polizei hat am Mittwoch 1.800 Migranten nach Athen transportiert, die seit Wochen an der Grenze zu Mazedonien auf ihre Weiterreise in das Balkanland gehofft hatten. Sicherheitskräfte hätten das Gelände bereits in den frühen Morgenstunden weitläufig abgesperrt, um Journalisten und Helfern den Zutritt zu verwehren, berichtete der griechische Fernsehsender Skai.

Seit dem Vormittag seien die Flüchtlinge mit insgesamt 37 Bussen in die griechische Hauptstadt gebracht worden. Der für Migration zuständige Vizeminister Ioannis Mouzalas hatte vor wenigen Tagen erklärt, die Flüchtlinge könnten dort Asyl beantragen.

Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze war seit Tagen angespannt. In der griechischen Grenzstadt Idomeni hatten die größtenteils aus Pakistan, dem Iran und afrikanischen Ländern stammenden Flüchtlinge um die Einreise nach Mazedonien gekämpft. Das Land lässt jedoch nur noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan passieren und verwehrt all jenen die Ein- und Weiterreise, die als „Wirtschaftsflüchtlinge“ gelten. Aus Protest hatten die Migranten Bahnschienen besetzt und den Güterverkehr zwei Wochen lang lahmgelegt.




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