Letztes Update am Mi, 09.12.2015 17:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ankara will Beziehungen zu internationalen Medien verbessern



Ankara (APA/dpa) - Nach ihrer Wiederwahl im vergangenen Monat will die islamisch-konservative Regierung der Türkei ihre zeitweise angespannten Beziehungen zu internationalen Medien verbessern. „Besonders in den vergangenen Jahren haben wir das generelle Imageproblem hinsichtlich der Türkei erkannt“, sagte Regierungschef Ahmet Davutoglu am Mittwoch bei einem Gespräch mit Korrespondenten westlicher Medien in Istanbul.

„Deswegen werden Sie während meiner nächsten vier Jahre als Ministerpräsident vollen Zugang zu meinem Büro über meine Presseberater haben.“ Davutoglu sagte weiter: „Es steht Ihnen frei, was Sie schreiben. Gleichzeitig ist es unsere Pflicht, Ihnen die richtigen Informationen zu geben. Und es ist Ihre Pflicht, uns zu verstehen.“ Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei derzeit auf Platz 149 von 180 Staaten. Besonders einheimische Journalisten geraten immer wieder unter Druck.

Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“, Can Dündar, und sein Kollege Erdem Gül wurden im vergangenen Monat verhaftet. Ihnen werden unter anderem Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Spionage vorgeworfen. Hintergrund ist ein Bericht vom Sommer über angebliche Waffenlieferungen von der Türkei an Extremisten in Syrien. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte persönlich Strafanzeige gestellt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren