Letztes Update am Mi, 09.12.2015 17:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neues Vergaberecht - Molkereien für Qualitätskriterien bei Bestbieter



Wien (APA) - Die heimischen Molkereien fordern, dass bei einem Bestbieterprinzip im Vergabegesetz die Qualität von Milchprodukten berücksichtigt wird. „Nur wenn dem Bekenntnis nach strengen Auflagen bei der Beschaffung im öffentlichen Bereich Taten folgen, kann diese Qualitätsstrategie glaubhaft abgesichert werden“, so der Molkereiverbands-Präsident Helmut Petschar am Mittwoch in einer Aussendung.

Das Vergabegesetz war Mitte November im Verfassungsausschuss zumindest vorerst gescheitert. Petschar wünscht sich qualitative Kriterien bei Ausschreibungen im Rahmen des „Bestbieterprinzips“. Es sei wichtig, dass dies für möglichst viele Milchprodukte gelte. Auch für Käse, Joghurt, Butter und Rahm sowie Käse müssten die Qualitätskriterien gelten. Die österreichische Milchwirtschaft arbeite mit flächendeckend gentechnikfreier Produktion und hohen Umwelt- und Tierschutzstandards, die über dem EU-Standard liegen würden, so der Verbandschef. Petschar ist neben seiner Tätigkeit als Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) auch Geschäftsführer der Kärntnermilch.

Die heimischen Milchbauern kämpfen mit einem niedrigen Milchpreis und Billigkonkurrenz aus dem Ausland. Die österreichischen Molkereien zahlten den Bauern im Oktober für Milch ab Hof (4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) im Durchschnitt 33,44 Cent/kg. Das sind um 0,46 Cent mehr als noch im September. Der Milch-Erzeugerpreis für Bauern war im Oktober aber um 10 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

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