Letztes Update am Mi, 09.12.2015 18:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen einheitlich schwächer



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch einheitlich mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 0,61 Prozent und schloss bei 3.277,21 Zähler.

Nach den klaren Vortagesverlusten ging es für die europäischen Aktienmärkte auch zur Wochenmitte wieder Richtung Süden, wenn auch weniger deutlich. Im Verlauf des Nachmittags schafften einige Indizes angesichts einer freundlichen Wall Street kurzfristig den Sprung auf positives Terrain, drehten dann aber wieder ab.

Belastend wirkte laut Marktbeobachtern vor allem der fester tendierende Euro, der Aktien von exportorientierten Unternehmen belasten könnte. Nur wenige Impulse kamen zur Wochenmitte hingegen von der Konjunkturfront.

Die globale Konjunkturflaute macht sich im deutschen Außenhandel bemerkbar. Die Ausfuhren sind im Oktober nach einem Anstieg im Vormonat wieder zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Exporte 1,2 Prozent niedriger als im September. Die Importe gingen um 3,4 Prozent zurück. Die Handelsdaten waren schlechter als am Markt erwartet.

Aktien aus dem Öl-Sektor konnten laut einem Branchenvergleich angesichts anziehender Rohölnotierungen etwas an Boden gutmachen. Auch einige Autowerte und Versorger erfreuten sich guter Nachfrage.

So zeigten sich im Euro-Stoxx-50 E.ON um 1,66 Prozent höher und Enel gewannen 0,95 Prozent. Total verbesserten sich unter den Ölwerten um 0,93 Prozent, während Eni 0,72 Prozent zulegen konnten.

Titel von Schneider Electric litten darunter, dass sich die britische Barclays Bank in einer Branchenstudie negativ äußerte. Aktien des Elektrokonzerns büßten 1,24 Prozent an Wert ein.

In Frankfurt büßten Aktien von Bayer 2,07 Prozent ein. Der Chemie- und Pharmakonzern ist ins Visier der Arzneimittelbehörden geraten. Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigte am Mittwoch auf Anfrage eine Prüfung durch die europäische Zulassungsbehörde EMA. Dabei gehe es darum, ob es bei einer 2010 abgeschlossenen Zulassungsstudie für den Gerinnungshemmer Xarelto zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist.

VW Vorzüge konnten hingegen deutlich beschleunigen und schlossen 6,21 Prozent höher. Kurz vor der Jahreswende kann Volkswagen zumindest bei einer Großbaustelle Entwarnung geben: Anders als ursprünglich befürchtet sind nach Angaben des Konzerns nicht 800.000, sondern nur maximal 36.000 Fahrzeuge von den falschen CO2-Abgaswerten und Spritverbrauchs-Daten betroffen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA563 2015-12-09/18:04




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