Letztes Update am Mi, 09.12.2015 18:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt erneut schwächer



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt bleibt unter Druck und hat am Mittwoch erneut an Wert verloren. Nach den bereits starken Kursverlusten des Vortages rutschte der Leitindex SMI am Berichtstag sofort unter die Marke von 8.700 Punkten und am Nachmittag dann sogar unter die Schwelle von 8.600 Stellen, ehe sich der Index wieder etwas von den Tagestiefständen löste.

Die schwache Börsenstimmung führen Analysten auf die Konjunktursorgen und die sinkenden Rohstoffpreise zurück. Eine Belastung sei aber auch die für nächste Woche erwartete Zinserhöhung in den USA. Die Zinswende sei in den vergangenen Wochen offenbar doch noch nicht vollständig in die Aktienkursen eingepreist worden, stellte ein Händler fest. In der Schweiz aber steht zunächst die Lagebeurteilung durch die eigenen Nationalbank am Donnerstag im Fokus.

Bei Börsenschluss gab der Swiss Market Index (SMI) 0,88 Prozent auf 8.624,95 Punkte nach. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, büßte 0,68 Prozent auf 1.303,46 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,85 Prozent auf 8.888,58 Punkte ein. Von den 30 Blue Chips lagen am Ende 25 im Minus und vier im Plus, während Clariant unverändert aus dem Handel gingen.

Besonders stark sank der Wert der Luxusgüterpapiere. Swatch (-1,8 Prozent) weiteten die Kursverluste des Vortages aus und liegen nun mit 344,40 Franken nur noch um rund 6 Franken über dem Jahrestiefstkurs. Die Anleger verkaufen Swatch-Aktien mit Blick auf die unsichere Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Richemont verloren mit 0,8 Prozent etwas weniger.

Nebst dem Luxusgütersegment fielen die Kurse weiterer Zykliker überdurchschnittlich stark zurück. Lonza etwa verloren 1,4 Prozent, Schindler 1,2 Prozent. Aber auch die defensiven Schwergewichte Nestle (-1,1 Prozent), Novartis (-1,2 Prozent) und Roche (-1,1 Prozent) konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Actelion verbilligten sich um 1,8 Prozent und Julius Bär um 1,5 Prozent.

Die deutlichsten Abgaben gingen allerdings auf das Konto von Galenica (-2,8 Prozent). Die Titel der Gesundheitsgruppe sind ein seltener Gast auf der Verliererseite, schließlich weist die Aktie seit Jahresbeginn noch immer ein Plus von knapp 90 Prozent aus. Zuletzt warfen Analysten aber die Frage auf, ob Galenica zu hoch bewertet ist.

Klar besser als der Gesamtmarkt hielten sich Baloise (+0,8 Prozent) oder Geberit (+1,0 Prozent). Swiss Re büßten am Tag nach dem Investorentreffen lediglich 0,1 Prozent ein. Zum Rückversicherer gab es gemischte Analystenkommentare.

Deutlich im Plus waren Syngenta (+1,7 Prozent). Das Papier wurde einmal mehr von frisch angefachten Übernahmespekulationen im Agrarchemiesektor getrieben. So befinden sich laut Kreisen Dow Chemical und Dupont in fortgeschrittenen Fusionsgesprächen. Das wiederum befeuert die Vermutung, dass sich Syngenta und Monsanto als Reaktion darauf doch noch zusammentun könnten.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA585 2015-12-09/18:36




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