Letztes Update am Mi, 09.12.2015 18:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Estnischer Regierungschef weist Kritik in Flüchtlingsdebatte zurück



Tallinn (APA/dpa) - Der estnische Ministerpräsident Taavi Roivas hat Kritik von ausländischen Investoren in der Flüchtlingsdebatte in dem baltischen EU-Land zurückgewiesen. „Die estnische Regierung hat sich stets für die Förderung von Vielfalt und Akzeptanz eingesetzt“, antwortete er am Mittwoch auf einen offenen Brief der ausländischen Handelskammern in Estland.

Intoleranz, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit würden in der estnischen Gesellschaft nicht akzeptiert, schrieb Rõivas der Agentur BNS zufolge.

Angesichts jüngster Kontroversen über die Flüchtlingsaufnahme in Estland habe es zunehmend Fälle von verbaler und körperlicher Belästigung von Ausländern und Menschen anderer Hautfarbe gegeben, hatten die Handelskammern geklagt. Sie forderten von der Regierung entschlosseneres Handeln gegen Diskriminierung.

In Estland gibt es Vorbehalte gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Die öffentliche Diskussion ist von Sorge um den Nationalstaat und die Souveränität des Landes, Vorurteilen und teils verächtlicher Hetze geprägt. Anfang September kam es zu einem bisher noch unaufgeklärten Brandanschlag auf das einzige Flüchtlingsheim in dem Baltenstaat.




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