Letztes Update am Mi, 09.12.2015 22:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankreich: 2500 Durchsuchungen seit Anschlägen von Paris



Paris (APA/AFP) - Seit den islamistischen Anschlägen von Paris sind in Frankreich rund 2500 Wohnungen durchsucht worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus dem französischen Innenministerium erfuhr, gab es seit der Verhängung des Ausnahmezustands nach den Anschlägen vom 13. November 305 Festnahmen, wobei 267 Verdächtige in Gewahrsam genommen wurden.

354 weitere Verdächtige wurden den Angaben zufolge unter Hausarrest gestellt. Außerdem seien bei den landesweiten Razzien 398 Waffen beschlagnahmt worden, darunter 39 Kriegswaffen, hieß es.

Die Regierung hatte den Ausnahmezustand unmittelbar nach den Anschlägen verhängt, bei denen am 13. November 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt worden waren. Später wurde er bis Ende Februar verlängert. Er erlaubt insbesondere Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss auch in der Nacht, das Verbot öffentlicher Versammlungen sowie die Verhängung von Hausarrest für Gefährder. Der Ausnahmezustand wird von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung gebilligt, sorgt aber bei den regierenden Sozialisten zunehmend für Bauchschmerzen.




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