Letztes Update am Do, 10.12.2015 06:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Obama rief Israelis und Palästinenser zu Rückkehr zum Dialog auf



Washington (APA/AFP) - US-Präsident Barack Obama hat Israelis und Palästinenser zu einem Abbau der Spannungen und zur Rückkehr zum Dialog aufgerufen. Auch wenn ein „reeller Frieden“ derzeit weit entfernt erscheine, „ist es wichtig, es weiter zu versuchen“, sagte Obama zu Beginn eines Treffens mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin am Mittwoch.

Er verurteile die Gewalt in Israel, die auch Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas klar und deutlich verurteilen müsse. Zugleich müssten Israelis und Palästinenser aber wieder „Mechanismen des Dialogs“ finden, um zu einem Frieden zu kommen.

Obama sicherte Israel weiter die Unterstützung der USA zu. Die Sicherheit des Staates Israel bleibe „einer der wichtigsten Grundsätze der amerikanischen Außenpolitik“, sagte Obama. Die Zusammenarbeit sei auf einem „beispiellosen“ Niveau. Konkret nannte Obama die Bereiche Militär und Forschung. Rivlin sagte, Israel habe „keinen besseren Freund als die USA“.

In Israel und den besetzten Palästinensergebieten ist die Lage seit Monaten stark angespannt. Bei Angriffen und Unruhen starben seit Anfang Oktober nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP 113 Palästinenser, 17 Israelis, ein US-Bürger und ein Eritreer. Die Zahl der Verletzten geht auf beiden Seiten in die Hunderte. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Stichwaffen gegen Israelis einsetzten. In Einzelfällen wurden auch Angriffe mit Fahrzeugen oder Schusswaffen verübt.

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