Letztes Update am Do, 10.12.2015 08:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung im Minus erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas Leitbörsen werden am Donnerstag zur Eröffnung etwas tiefer erwartet. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 deutete ein Minus von 0,56 Prozent auf 3.254,00 Punkte an.

Im Fokus der Anleger bleiben die stark schwankenden Rohstoffpreise. Analyst Michael Hewson von CMC Markets machte in der Früh vor allem den weiter schwachen Ölpreis als Belastung aus, der von Konjunktursorgen am Markt zeuge. Am Morgen stabilisierten sich die Rohölpreise zwar etwas, blieben aber nahe ihrem langjährigen Tief. Dirk Gojny von der National-Bank sieht auf der Konjunkturseite die französische Industrieproduktion im Fokus.

Die Kursschwankungen dürften Hewson zufolge hoch bleiben - gerade mit Blick auf die kommenden Mittwoch anstehende und wohl wegweisende Leitzinsentscheidung in den USA. Eine Aktienkaufentscheidung falle den Anlegern daher aktuell besonders schwer. Druck kommt auch von den New Yorker Börsen: Der fast durchgängig gehandelte Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,77 Prozent seit Xetra-Schluss.

In Frankfurt rutschte der X-Dax vor Börsenstart auf 10.531 Punkte um 0,58 Prozent unter den Xetra-Schluss des Dax. Der Indikator zeigt den außerbörslichen Stand.

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Eine erheblich zusammengestrichene Order des Hoffnungskunden San‘an hat die Aktien des kriselnden Spezialmaschinenbauers Aixtron vorbörslich einbrechen lassen. Der TecDax-Titel wurde bei Lang & Schwarz 27 Prozent unter dem Xetra-Schluss gehandelt. „Eine echte Katastrophe“, sagte ein Experte am Morgen. Die Umsatzprognose für das kommende Jahr 2016 liege nun deutlich unter den Markterwartungen und lasse ein weiteres Verlustjahr erwarten. Zudem dürften Anleger ihre Hoffnungen auf Anschlussaufträge aufgeben. Er sagte: „Es gibt aktuell absolut keinen Grund, die Aktien zu kaufen“.

Schwache Verkehrszahlen für November drückten die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport vorbörslich ins Minus. Der Rekordstreik der Lufthansa-Flugbegleiter hinterließ deutliche Spuren. Die Zahl der Fluggäste in Frankfurt sank um 11,3 Prozent unter den Vorjahreswert. Nach den schwachen Verkehrszahlen der Lufthansa vom Vortag sollten die Rückgänge die Anleger nicht mehr schockieren, sagte ein Händler. Belastend seien die Zahlen trotzdem.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA070 2015-12-10/08:50




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