Letztes Update am Do, 10.12.2015 09:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer Volkswagen-Personalchef sieht sich vor „Super-Herausforderung“



Wolfsburg (APA/AFP) - Der saarländische Stahlmanager Karlheinz Blessing sieht in seiner künftigen Aufgabe als Personalvorstand von Volkswagen eine „Super-Herausforderung“. „Das ist eine Riesen-Chance“, sagte der 58-Jährige der „Saarbrücker Zeitung“ vom Donnerstag. Er stimmte die Belegschaft angesichts der Abgas-Affäre auf Veränderungen ein.

„Die aufgetretenen Probleme bringen jetzt Möglichkeiten zur Veränderung und Gestaltung mit sich“, sagte Blessing. „Für einen Manager, der seinen Beruf mag, ist das eine Super-Herausforderung.“

Blessing folgt zum Jahreswechsel auf Horst Neumann, der sich Ende November in den Ruhestand verabschiedet hatte. Volkswagen hatte ihm bereits vor einem Jahr ein Angebot unterbreitet. Damals waren die Dillinger Hütte und Saarstahl aber im Umbruch. Bei der Dillinger Hütte sei zu der Zeit ein Umstrukturierungsprogramm gestartet worden, begründete der Vorstandschef der beiden saarländischen Stahlunternehmen seine damalige Ablehnung eines Wechsels.

Volkswagen hatte am Mittwoch seinen Vorstand neu geordnet. So betreut im Konzernvorstand künftig der für das Thema Beschaffung zuständige Manager Francisco Javier Garcia Sanz die Aufarbeitung des Abgas-Skandals. Bei der Marke Volkswagen übernimmt Frank Welsch den wichtigen Vorstandsposten Entwicklung. Sein Vorgänger Heinz-Jakob Neußer war in der Abgas-Affäre laut Medienberichten beurlaubt worden. Er verlässt das Unternehmen aber nicht, sondern steht „für eine andere Aufgabe“ zur Verfügung, wie Volkswagen mitteilte. Die Marke Volkswagen ernannte zudem einen neuen Vorstand für die Beschaffung.

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Der Volkswagen-Konzern hatte im September zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulations-Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Volkswagen-Chef Matthias Müller und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wollen am späten Vormittag eine Zwischenbilanz der Aufklärung ziehen. Dabei stellt sich Müller erstmals persönlich den Fragen von Journalisten.

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