Letztes Update am Do, 10.12.2015 10:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Biathlon: Hochfilzen-Weltcup als Probelauf für WM-Neubauten



Hochfilzen (APA) - Die Biathlon-Anlage in Hochfilzen präsentiert sich 14 Monate vor der WM im Februar 2017 schon fast fertig für das Großereignis. Seit mehr als einem Jahr wird an den Zu- und Umbauten gearbeitet, bis Herbst 2016 sollen alle Projekte abgeschlossen sein. Einige der Neuerungen, die insgesamt 20 Millionen Euro kosten, werden bereits beim Weltcup am Wochenende einem Probelauf unterzogen.

So ist etwa das großzügig angelegte Team- und Servicegebäude bereits von den Mannschaften bezogen worden. Das Bauwerk bietet Platz für 30 Servicekabinen der Wachstechniker und für ebenso viele Umkleideräume der Athleten. Auch die gegenüber neu errichtete Indoor-Schießhalle, die während der Wettkämpfe als Pressezentrum fungiert, ist schon fertiggestellt. Dort stehen den Biathleten neuerdings auch eine Kältekammer für Munitions- und Gewehrlauf-Tests zur Verfügung. Außerdem sind ein modernes Skiroller-Laufband und Schlafräume, in denen später permanent Höhenlage simuliert werden kann, gebaut worden.

Dominik Landertinger ist natürlich sehr angetan von der verbesserten Infrastruktur an seiner Heimstätte. „Es ist sehr viel gemacht und investiert worden, darauf können wir wirklich stolz sein und dafür müssen wir Danke sagen. Es ist für den Biathlonsport brutal wichtig, dass wir die WM bekommen haben“, sagte der Hochfilzener zur APA - Austria Presse Agentur. Auch Simon Eder aus dem nahen Saalfelden zeigte sich begeistert und sprach von einem „Schmuckkästchen.“

An den Strecken wird es für die WM lediglich leichte Adaptierungen geben. Mehr sei aufgrund der ohnehin WM-tauglichen Loipen sowieso nicht nötig, merkte Landertinger an. Die Asphalt-Rollerstrecke für das Sommertraining ist zur Freude des Lokalmatadors aber noch einmal um rund einen, schwierigen Kilometer verlängert worden. Auch die Zufahrtswege in und um das Stadiongelände sind teilweise neu.

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Wie geplant erst nach dem Winter wird mit dem Umbau und der Aufstockung des Stadiongebäudes mit den beiden Haupttribünen begonnen. Zu den Gebäuden kommt dann noch mobile Infrastruktur wie Zuschauerränge und ein großes VIP-Zelt.

Ein Wermutstropfen beim Weltcup an diesem Wochenende ist der fehlende Naturschnee. Aufgrund der zumeist viel zu warmen Temperaturen mussten die Veranstalter neben Kunstschnee aus Kanonen auch wieder auf Schneedepots aus dem vergangenen Winter zurückgreifen. Im Vorfeld der Wettkämpfe setzte der 3-km-Loipe zur Wochenmitte auch noch Regen zu. Auch am Wochenende ist kein Neuschnee zu erwarten. Bei warmen Tagestemperaturen soll es für die erwarteten 30.000 Besucher aber immerhin reichlich Sonne geben.




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