Letztes Update am Do, 10.12.2015 11:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Drittel der Österreicher schätzen sich als eher sportlich ein



Wien (APA) - Mit 35,6 Prozent bezeichnet sich mehr als ein Drittel der österreichischen Bevölkerung als sehr oder eher sportlich. Sportlich nicht Aktive findet man hierzulande im beinahe selben Ausmaß, wie der aktuelle Sportreport zeigt: 34,4 Prozent schätzen ihre Sportlichkeit weder besonders gut, noch besonders schlecht ein und 30 Prozent beschreiben sich selbst als eher oder sehr unsportlich.

„Wir haben hier sozusagen eine Dreiteilung der Bevölkerung. Tendenziell sind die Österreicher in ihrer Selbsteinschätzung aber sehr fit und sportlich. Hier haben wir es natürlich auch mit einem sozial erwünschten Antwortverhalten zu tun“, betonte Thomas Schwabl vom Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com, bei der Präsentation des Sportreports am Donnerstag in Wien. Dem angegebenen Ausmaß an sportlicher Aktivität stehe nämlich der ausgeprägte Wunsch nach mehr Bewegung gegenüber: Dreiviertel der 1.002 befragten Österreicher im Alter von 14 bis 69 Jahren, würde gerne mehr Sport treiben. „Das steht etwas im Widerspruch zueinander und zeigt uns, dass die Selbsteinschätzung vielleicht etwas zu hoch ist“, erklärte Schwabl.

Im Schnitt sporteln die Österreicher vier Stunden pro Woche. Dreiviertel jener Befragten, die zumindest fallweise aktiv sind, treiben in den warmen Jahreszeiten mindestens einmal pro Woche Sport, zwei Drittel auch in den kalten Monaten. Mit 58,2 Prozent gilt Schwimmen hierzulande als absolute Lieblingssportart, gefolgt von Radfahren oder Mountainbiken (47,4 Prozent), Wandern oder Bergsteigen (41,4 Prozent), Laufen oder Joggen (32,9 Prozent) und Skifahren (28,9 Prozent). Mehr als jeder fünfte Österreicher, der Sport betreibt, ist außerdem Mitglied in einem Sportverein.

Als Motivation für den Sport gaben 61,4 Prozent an, ihrem Körper „etwas Gutes“ tun zu wollen, 59,6 Prozent begründeten die regelmäßige Bewegung mit dem persönlichen Wohlbefinden und 55,1 Prozent treiben Sport, um in der frischen Luft zu sein. Mehr als ein Drittel der sportlichen Personen möchte im Training ein bestimmtes Ziel erreichen. Hoch im Kurs liegt dabei mit 12,4 Prozent die Gewichtsabnahme, gefolgt von der Fitness (7,9 Prozent) und besserer Gesundheit (4,2 Prozent). „Wir haben die Österreicher natürlich auch gefragt, was sie davon abhält, mehr Sport zu treiben. Schuld ist meistens der innere Schweinehund“, sagte Schwabl. Aber auch der Beruf, der zu viel Zeit in Anspruch nimmt und fehlende Motivation seien Hürden für mehr Bewegung. Der Urlaub ist für die Österreicher übrigens vorwiegend zum Faulenzen da: Nur ein Viertel der Befragten signalisierte Interesse an einer Sportreise.

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Wie die Befragung zeigt, sind die Österreicher Fans vom passiven Sport: Nur 19,2 Prozent haben noch nie eine Sportveranstaltung an Ort und Stelle miterlebt, jeder Siebte besucht diese häufig. Mit 77,4 Prozent ist Fußball jener Sport, der mit Abstand am häufigsten live vor Ort mitverfolgt wird. Weit abgeschlagen folgen Skifahren (32 Prozent) und Eishockey oder Hockey (27,2 Prozent). Beim Miterleben von Sportereignissen liegen das Live-Erlebnis und die Fernsehübertragung mit 37,6 Prozent und 33,7 Prozent Kopf an Kopf. Bei den Sportveranstaltungen, die man unbedingt einmal miterleben möchte, stehen das Finale der UEFA Champions League, das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel und das Finale der FIFA Weltmeisterschaft hoch im Kurs.




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