Letztes Update am Do, 10.12.2015 11:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Die Bundestheater-Holding: „Der größte Theaterkonzern der Welt“



Wien (APA) - „Der Bundestheater-Konzern ist der größte Theaterkonzern der Welt!“, heißt es im Web-Auftritt der 1999 gegründeten Bundestheater-Holding. Sie steht im Eigentum der Republik Österreich, verwaltet ein jährliches Budget von rund 236,6 Mio. Euro, davon 148,9 Mio. Euro an Basisabgeltung des Bundes (ab 2016: 162,9 Mio. Euro), und beschäftigt insgesamt rund 2.500 Mitarbeiter.

Die Holding ist Alleineigentümerin von drei Tochtergesellschaften - der Burgtheater GmbH, der Wiener Staatsoper GmbH, der Volksoper Wien GmbH - sowie Mehrheitseigentümerin (51,1 Prozent) der ART for ART Theaterservice GmbH. Die übrigen 48,9 Prozent sind zu gleichen Teilen auf die drei Bühnengesellschaften verteilt. Die ART for ART Theaterservice GmbH ihrerseits ist Eigentümerin der ART FOR ART Kreativ-Werkstätten GmbH. Das Wiener Staatsballett ist eine den beiden Musiktheatern nachgeordnete Arbeitsgemeinschaft, zu der die Ballett-Kompanien der Wiener Staatsoper und Volksoper Wien 2005 vereinigt wurden.

Zu den Hauptaufgaben der Bundestheater-Holding zählen laut eigenen Angaben die strategische Führung der Tochtergesellschaften, das konzernweite Controlling, die konzernweite interne Revision, die finanzielle Absicherung der Bühnengesellschaften als Voraussetzung für die Erfüllung ihres kulturpolitischen Auftrages, die einheitliche Regelung von Grundsatzfragen des Konzerns und deren Durchsetzung sowie die Verhandlung und der Abschluss von Kollektivverträgen für die Konzernbetriebe.

Nach der Burgtheaterkrise, die in den Entlassungen von Direktor Matthias Hartmann und der ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführerin Silvia Stantejsky gipfelte, wurden auch die Kompetenzen der Bundestheater-Holding in einer Novelle zum Bundestheaterorganisationsgesetz neu geregelt. Künftig erfolgt nicht nur die Bestellung der künstlerischen, sondern auch jene der kaufmännischen Geschäftsführung der Bühnengesellschaften durch den Kulturminister statt durch die Holding. Dieser erhält auch die Kompetenz für die Aufteilung der finanziellen Mittel. Die Holding wiederum soll künftig Leistungs- und Zielvereinbarungen, sogenannte Dreijahrespläne, mit den Tochtergesellschaften abschließen. Seit der Novelle kann auch die Bundestheater-Holding von zwei Geschäftsführern geleitet werden. Von dieser Option wurde bei der nunmehrigen Bestellung durch Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) kein Gebrauch gemacht: Ab 1. April steht Christian Kircher an der Spitze der Holding.

(S E R V I C E - www.bundestheater-holding.at)

( 1405-15, 88 x 125 mm)




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