Letztes Update am Do, 10.12.2015 11:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vorarlberg nominiert 17 neue Natura 2000-Gebiete



Bregenz (APA) - Die Vorarlberger Landesregierung wird auf Basis des 2013 eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahrens der Europäischen Kommission gegen die Republik Österreich 17 weitere Gebiete mit einer Fläche von 3.015 Hektar als Natura 2000-Zonen ausweisen. Damit hätte das Land insgesamt 40 Europaschutzgebiete (24.000 Hektar). Das entspricht insgesamt 9,2 Prozent der Landesfläche.

Die Europäische Kommission hatte im Mai 2013 das Natura 2000-Netzwerk in Österreich als unzureichend bemängelt und die Republik aufgefordert im Sinne der EU-Richtlinie nachzubessern. Sämtliche Vorschläge der Länder müssen nun bis Ende des Jahres stehen. In Vorarlberg sei ein entsprechender Regierungsbeschluss vergangene Woche gefällt worden, teilte Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag mit. Der Nachnominierungs-Vorschlag würde nun der Europäischen Kommission gemeldet. Die endgültige Verordnung der Natura-2000-Gebiete werde aber erst nach den formellen Konsultationsverfahren mit der Europäischen Kommission verabschiedet - voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016.

Bei der Auswahl der Gebiete habe man sich bemüht, eine regional ausgewogene Verteilung zu berücksichtigen. Rauch betonte zudem, dass den Nominierungen intensive Gespräche mit Bürgermeistern, Grundeigentümern und Landwirten vorausgegangen seien - „mit größtenteils positivem Echo“, so der Umweltlandesrat.

Die mit 2.466 Hektar größte nachnominierte Schutzzone ist das zum Teil im Kleinwalsertal und zum Teil im Bregenzerwald gelegene Bergmassiv Ifen. Zu den 16 weiteren neuen Natura 2000-Gebieten zählen etwa das Frastanzer Ried (Bezirk Feldkirch) oder die bei Wanderern beliebte Üble Schlucht in Laterns (Bezirk Feldkirch).




Kommentieren