Letztes Update am Do, 10.12.2015 12:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Kommission will mehr Auswahl für Bürger bei Finanzdienstleistungen



Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will für die Bürger der Union mehr Auswahl bei den Finanzdienstleistungen. Vor allem sollen grenzüberschreitende Hindernisse abgebaut werden. EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill erklärte am Donnerstag, es gehe auch darum, dass nicht überhöhte Preise bezahlt werden.

Finanzprodukte wie Bankkonten, Hypothekarkredite oder Versicherungen spielten im täglichen Leben der Europäer eine wesentliche Rolle. Allerdings gebe es Hindernisse auf dem europäischen Markt, wodurch die Bürger das beste Angebot nicht nutzen können oder überteuerte Preise bezahlen. Mit der von der Kommission eingeleiteten Konsultation sollen bis 18. März 2016 Bürger und Unternehmen die besten Wege zur Verwirklichung eines gut funktionierenden und wettbewerbsfähigen Finanzdienstleistungsmarktes für Privatkunden erörtern.

Hill erklärte, es sei auch ein wirksames Beschwerdesystem notwendig, wenn Produkte nicht den Anforderungen entsprechen. Ein Beispiel für Hindernisse sei, wenn jemand ein Bankkonto eröffnen will, aber in einem anderen EU-Land keinen Zugang dazu hat. Ein anderes betreffe die Krankenversicherungsbeiträge, die beim Umzug in ein anderes EU-Land erheblich steigen würde. Oder bei Geldüberweisungen in einer anderen Währung müssen hohe Gebühren oder schlechte Wechselkurse hingenommen werden.

Immerhin betreffe dies insgesamt 13,6 Millionen EU-Bürger, die in einem anderen Land der Europäischen Union leben. Gegenstand der Konsultationen sind auch die Auswirkungen der digitalen Technologien auf den Markt. Digitale Dienstleistungen wie Online-Banking, Peer-to-Peer-Kredite oder Preisvergleichswebseiten würden für Anbieter und Verbraucher viele Chancen darstellen, so Hill.

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