Letztes Update am Do, 10.12.2015 12:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Islamische Kindergärten - OÖ will konkretere Genehmigungsvorschriften



Linz (APA) - Oberösterreich will die Genehmigungsvorschriften für Kindergärten konkretisieren, um allzu abgeschottete Einrichtungen zu verhindern. Geplant ist eine Novelle des Kinderbetreuungsgesetzes, die dem Landtag Anfang 2016 zur Beschlussfassung vorgelegt werden könnte. Derzeit gebe es allerdings keine islamischen Kindergärten, betonte LHStv. Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Presseaussendung am Donnerstag.

Der Betrieb eines Kindergartens soll künftig nur noch dann zulässig sein, wenn „die allgemein anerkannten Grundsätze der Bildung oder die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder gefördert werden“. Bisher ist das zwar als Soll-Kriterium festgeschrieben, aber nicht als Bedingung für die Genehmigung eines Kindergartens.

Gerade im Kindesalter müsse das Erlernen der gemeinsamen Sprache und der offene Umgang mit unseren Werten gefördert werden, so Stelzer. „Nur so kann Integration gelingen und religiös motivierte Isolation verhindert werden.“ Der Koalitionspartner FPÖ pocht darauf, Zuwanderern „unmissverständlich“ abendländische Werte zu vermitteln, „und zwar ab dem Kindergarten“. Klubobmann Herwig Mahr: „Einer Indoktrinierung der Kinder durch islamistische Hassprediger werden wir in Oberösterreich jedenfalls nicht tatenlos zusehen.“

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