Letztes Update am Do, 10.12.2015 12:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kosovo stellt Anpassung des Grenzabkommens mit Montenegro in Aussicht



Prishtina (Pristina)/Podgorica (APA) - Der kosovarische Regierungschef Isa Mustafa hat eine Anpassung des im August mit Montenegro in Wien unterzeichneten Grenzabkommens in Aussicht gestellt. Die Hilfe sollen die Behörden dabei von Experten der Europäischen Union und der USA erhalten, kündigte Mustafa am Donnerstag gegenüber dem TV-Sender RTV21 in Prishtina an.

Das Grenzabkommen mit Montenegro ist ein Grund für die wiederholten gewaltsamen Proteste der Opposition sowohl im kosovarischen Parlament als auch in der Hauptstadt Prishtina. Zudem sorgt die zwischen Belgrad und Prishtina vereinbarte Bildung der Gemeinschaft der serbischen Gemeinden für Unmut. Mit dieser Frage befasst sich derzeit das kosovarische Verfassungsgericht. Ein Urteil wird im Jänner erwartet.

Ausländische Experten sollen nach Mustafas Worten nun prüfen, ob bei der Festlegung der Grenzlinie zwischen dem Kosovo und Montenegro Fehler begangen wurden. Sowohl die montenegrinische als auch die kosovarische Seite wären bereit, solche Fehler zu korrigieren, so Mustafa. Nach Angaben der Opposition sind etwa 12.000 Hektar Wiesen in der Region von Peje (Pec) durch das Grenzabkommen Montenegro zugefallen.




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