Letztes Update am Do, 10.12.2015 12:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Islamische Kindergärten - Aslan hofft auf Kooperation der Stadt Wien



Wien (APA) - Der Islamwissenschafter Ednan Aslan wünscht sich mehr Kooperation mit der Stadt Wien bei der Analyse von muslimischen Kindergärten. In der Vergangenheit habe er zwei Mal entsprechende Projekte eingereicht, diese seien von der Stadt aber abgelehnt worden, erzählte er am Donnerstag im ORF-Radio. Aslan betonte aber, dass er mit seiner Studie nicht Politik machen, sondern den Kindern helfen wolle.

„Mir geht es nicht darum, dass ich die Politik von Herrn Kurz (Integrationsminister Sebastian, ÖVP, Anm.) unterstütze oder die Politik der Stadt kritisiere“, so der Leiter des Institut für islamische Studien an der Uni Wien. „Wir wollten die Debatte versachlichen“ und verstehen, wo Radikalisierung ansetze - nämlich sehr früh, wenn die Betreuungseinrichtungen die „Kinder zur Isolation ermutigen“.

Aslan wies einmal mehr Kritik, dass seine Studie, die er selbst als Vor-Studie bezeichnet, nur sehr oberflächlich durchgeführt wurde, zurück. „Wir wissen, was wir tun“, verwies er darauf, dass die Arbeit seines Institut auch international Anerkennung finde. Jedenfalls habe sich herausgestellt, dass „viele Kindergärten einiges zu verbergen“ hätten. Mit entsprechender Unterstützung der Stadt Wien wäre „mehr Zugang“ zu Institutionen, die bisher den Einblick verwehrten, möglich, hofft Aslan.




Kommentieren