Letztes Update am Do, 10.12.2015 12:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sports Direct verfehlte im Halbjahr Erwartungen - Aktie brach ein



Wien/Wels (APA) - Der britische Sporthandelsriese Sports Direct, Eigentümer der ehemaligen Sportketten Eybl und Sports Experts, hat den Vorsteuergewinn im Halbjahr 2015 um 25 Prozent auf 187,3 Mio. Pfund (258,31 Mio. Euro) erhöht. Der Gewinnanstieg resultiert jedoch hauptsächlich aus dem Verkauf eines Teils seiner Beteiligung an JD Sports. Sports Direct verkaufte im Oktober 5 Millionen Aktien und nahm dadurch knapp über 50 Mio. Pfund ein.

Die Halbjahres-Umsätze stagnierten bei 1,4 Mrd. Pfund, was das Unternehmen auf ein herausforderndes Marktumfeld und schlechtes Wetter zurückführt. Trotz Gewinnanstiegs rasselte die Sports-Direct-Aktie zeitweise um mehr als 13 Prozent in den Keller. Analysten hatten beim bereinigten Vorsteuergewinn mehr erwartet. Dieser stieg um 3,6 Prozent auf 166,4 Mio. Pfund - erwartet wurden im Schnitt 180 Mio. Pfund.

Das EBITDA erhöhte sich um 7,6 Prozent auf 218,5 Mio. Pfund. Für das Gesamtjahr zeigte sich Sports-Direct-Boss Dave Forsey zuversichtlich, das EBITDA-Ziel von 420 Mio. Pfund zu erreichen, geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht hervor. Für 2016 stimmten ihn die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und die Fußball-Europameisterschaft positiv.

Die einzelnen Geschäftssparten entwickelten sich im Halbjahr unterschiedlich: Während das Sporthandelsgeschäft bei 1,2 Mrd. Pfund stagnierte und das Geschäft mit Marken („Brands“) um 10 Prozent auf 113 Mio. Pfund zulegte, brach das Premium-Lifestyle-Segment um 12 Prozent auf 88 Mio. Pfund ein.

In Österreich läuft es für Sports Direct nicht gerade rund. Erst kürzlich wurde bekannt, dass britische Diskonter seine Filiale in Haid mit Ende Jänner schließt und 60 Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet hat. Im heute publizierten Bericht räumte Sports Direct ein, dass die Umwandlung der ehemaligen Eybl-Megastores länger dauert als erwartet und sich Umsatzeinbußen in bestimmten Kategorien schwieriger aufzufangen seien als erwartet.

~ WEB http://www.eybl.at ~ APA287 2015-12-10/12:45




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