Letztes Update am Do, 10.12.2015 13:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chinesischer Menschenrechtsanwalt wird vor Gericht gestellt



Peking (APA/AFP) - Einer der bekanntesten chinesischen Menschenrechtsanwälte wird kommende Woche vor Gericht gestellt. Wegen des Vorwurfs, „zu ethnischem Hass angestachelt“ sowie „Streit und Ärger provoziert zu haben“, drohten Pu Zhiqiang bis zu acht Jahre Haft, teilte sein Anwalt Mo Shaoping am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit.

Ein Gericht werde sich am Montag mit den Vorwürfen befassen, die sich auf Kommentare des 50-jährigen Pu im Internet beziehen. Pu, der in der Vergangenheit unter anderem den weltberühmten Künstler und Dissidenten Ai Weiwei vertreten hatte, war im Juni vergangenen Jahres festgenommen worden. Seine Verteidigung vermutet politische Motive hinter der Anklage. Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International, aber auch die US-Regierung, forderten seine Freilassung. Aktivisten werfen der chinesischen Staatsführung ein hartes Vorgehen gegen Regierungskritiker vor. Hunderte Dissidenten, Künstler und Aktivisten wurden festgenommen.

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