Letztes Update am Do, 10.12.2015 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichtathletik/Doping: WADA-Delegation in Moskau eingetroffen



Moskau (APA/dpa) - Eine Delegation der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat ihre Arbeit in Moskau aufgenommen, um Lösungen für eine Überwindung des Dopingskandals in der russischen Leichtathletik zu finden. Die internationalen Experten würden auch über die Zukunft der russischen Kontrollbehörde RUSADA beraten, sagte Alexander Schukow, Präsident des Nationalen Olympischen Komitee (NOK) Russlands, am Donnerstag.

„Ich hoffe, es wird gemeinsam gelingen, die Voraussetzungen für eine Teilnahme Russlands an Olympia 2016 zu schaffen“, gab Schukow zu Protokoll. Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hatte wegen Verstößen Russlands gegen Dopingregeln vor kurzem die Leichtathleten des Landes allesamt gesperrt.

Schukow kritisierte die kollektive Strafe als unfair. „Wer an der Einnahme verbotener Substanzen beteiligt ist, sollte bestraft werden“, erklärte der NOK-Chef. Doping sollte „hart bekämpft“ werden. „Gleichzeitig müssen die Rechte sauberer Sportler geschützt werden“, forderte der Vertraute von Staatspräsident Wladimir Putin.

Trotz der vorläufigen Sperre treibt Russland die Planung für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro voran. Die Sportgroßmacht habe für den „komfortablen Aufenthalt der Sportler“ in Rio de Janeiro ein 17-stöckiges Gebäude angemietet, sagte Delegationschef Igor Kasikow. Russland rechne fest mit einer Teilnahme und nehme auch zwei eigene Köche mit nach Brasilien.

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