Letztes Update am Do, 10.12.2015 13:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OPEC: Welt-Ölnachfrage wächst 2016 etwas - OPEC gewinnt Marktanteile



Wien (APA) - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), die sich vorige Woche trotz Rückgangs der Ölpreise nicht auf eine Deckelung der Förderung einigen konnte, rechnet für 2016 mit einem Anstieg der Nachfrage nach OPEC-Öl auf 30,8 Mio. Fass täglich. Für heuer sieht sie eine Nachfrage nach OPEC-Öl von nur noch 29,4 Mio. Fass im Tagesschnitt, heißt es im neuen Monatsbericht von Donnerstag.

Zwar liegt die tägliche Nachfrage nach OPEC-Öl heuer damit um 0,4 Mio. Barrel höher als voriges Jahr, gegenüber dem November-Report hat die Organisation diese Prognose aber um 0,2 Mio. Barrel gesenkt, womit ein Drittel des heuer erwarteten Zuwachses eliminiert wurde. Der geschätzte Zuwachs von 1,5 Mio. Fass täglich für 2016 wurde jedoch unverändert belassen.

Die Welt-Ölnachfrage sieht die OPEC 2016 weiter nur gering wachsen - schwächer als die Nachfrage nach OPEC-Öl, womit die Mitglieder der Organisation Marktanteile gewinnen würden. Der globale Bedarf wird mit 92,88 Mio. Barrel pro Tag geschätzt, 1,53 Mio. Fass täglich mehr als 2015. Das ist eine geringe Aufwärtsrevision gegenüber vorigem Monat - Grund: In den OECD-Staaten in Europa sowie Teilen Asiens ist der Ölkonsum unerwartet hoch. Der Nicht-OPEC-Supply dürfte 2016 um 0,38 Mio. auf 57,14 Mio. Barrel/Tag schrumpfen, nimmt die OPEC nach einer Abwärtsrevision um 0,25 Mio. Fass/Tag an. Heuer dürfte die Nicht-OPEC-Menge um 1,0 auf 57,51 Mio. Fass zulegen - die Prognose wurde gegenüber dem November-Bericht um 0,28 Fass täglich hinaufgesetzt, getrieben durch neue Daten aus den USA, UK, Brasilien, Russland und China, so die OPEC.

Mehr als ein Neuntel des Welt-Ölverbrauchs dürfte 2016 auf China mit 11,14 Mio. Barrel täglich (mb/d) entfallen, schätzt die OPEC weiterhin; das wären 2,8 Prozent mehr als 2015. Im OECD-Raum sieht das Ölkartell den Verbrauch um 0,3 Prozent oder 0,15 mb/d auf im Schnitt 46,35 mb/d wachsen, dabei in Europa aber bei 13,59 mb/d stagnieren - auch diese Vorschauen ließ die OPEC praktisch unverändert.

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Im November sank die Welt-Ölnachfrage nach vorläufigen Daten gegenüber Oktober um 0,37 mb/d auf im Schnitt 95,58 mb/d, so der OPEC-Monatsbericht. Die Mitglieder der Ölkartells selbst haben im November laut Sekundärquellen mit im Schnitt 31,70 Mio. Fass täglich etwas mehr gefördert, nach 31,47 mb/d im Monat davor.

Die führende Fördernation Saudi Arabien brachte es demnach auf 10,13 mb/d, gefolgt von den OPEC-Mitgliedern Irak mit 4,31 mb/d - einer besonders hohen Menge des Landes -, dem Iran mit 2,88 mb/d, VAE (Vereinigte Arabische Emirate) mit 2,87 mb/d, Kuwait mit 2,72 mb/d und Venezuela mit 2,37 mb/d. In Libyen sank die Produktion auf 405.000 Fass täglich, nach einem kurzen Anstieg auf 426.000 Barrel/Tag im Monat davor.




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