Letztes Update am Do, 10.12.2015 13:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich belastet



Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben am Donnerstag zu Mittag einheitlich im Minus tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor 12,89 Einheiten oder 0,39 Prozent auf 3.264,32 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.30 Uhr mit 10.583,13 Punkten und minus 9,36 Einheiten oder 0,09 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 20,13 Zähler oder 0,33 Prozent und steht nun bei 6.106,55 Stellen.

Marktteilnehmer berichteten von einem nervösen Handel. Die stark schwankenden Rohstoffpreise bleiben dabei im Fokus der Anleger, vor allem der zuletzt stark gesunkene Ölpreis sorge für Nervosität hieß es. Auch die Vorgaben von der Wall Street und den Leitbörsen in Asien waren negativ.

Im Fokus steht zudem die Zinssitzung der US-Notenbank Fed nächste Woche. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die US-Notenbank (Fed) am kommenden Mittwoch erstmals seit der Finanzkrise die Zinsen anheben wird. Ein solcher Schritt würde die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Die britische Notenbank hält unterdessen an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of England ließt den Leitzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Auf diesem Niveau liegt er bereits seit sechseinhalb Jahren.

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Gut gesucht waren in einer Branchenübersicht Rohstoff-Aktien. Glencore etwa schossen in London um rund 11 Prozent nach oben. Der weltgrößte Bergbaukonzern will angesichts niedriger Rohstoffkosten Schulden abbauen. Die Verschuldung solle nun um 13 Mrd. Dollar gesenkt werden - zuvor lag das Ziel bei 10,2 Mrd. Dollar. Rund 8,7 Mrd. Dollar sind bereits realisiert.

Schwächster Wert im Euro-Stoxx-50 waren Inditex mit minus 1,66 Prozent. Der Zara-Mutterkonzern Inditex verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2015 ein Gewinnplus. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,02 Mrd. Euro und damit ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Das entsprach den Analystenerwartungen.

Tui gewannen 4,91 Prozent. Europas größter Reisekonzern hat dank eines guten Geschäfts mit Kreuzfahrten und Touristik seine Ziele übertroffen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 sei der operative Gewinn (bereinigtes Ebita) - auf Basis konstanter Wechselkurse - um 15,4 Prozent auf 1 Mrd. Euro gestiegen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA349 2015-12-10/13:51




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