Letztes Update am Do, 10.12.2015 15:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bürgerrechtler werfen Israel Menschenrechtsverletzungen vor



Tel Aviv (APA/dpa) - Israels einflussreichste Bürgerrechtsorganisation wirft der Regierung zunehmende Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung von Minderheiten vor. Besonders bei der Tötung palästinensischer Angreifer bei Messerattacken verhielten sich Militär und Polizei nicht gesetzeskonform, teilte ACRI am Donnerstag bei der Veröffentlichung ihres Menschenrechtsberichtes 2015 mit.

„Sie wenden tödliche Gewalt an, ohne es wirklich zu müssen“, sagte ein Sprecher. Seit Beginn einer neuen Gewaltwelle Anfang Oktober wurden 118 Palästinenser und 18 Israelis getötet.

Die Menschenrechtsorganisation Betselem hatte Israel Anfang Dezember vorgeworfen, palästinensische Angreifer mit „Erschießungsbefehl“ gezielt zu töten.

Polizeisprecher Micky Rosenfeld wies die Vorwürfe von Betselem vehement zurück und betonte, Polizisten würden nur dann auf palästinensische Angreifer schießen, wenn ihr eigenes Leben in Gefahr sei. Auch ein ranghoher israelischer Militär erklärte, es gebe keinesfalls einen Tötungsbefehl.

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