Letztes Update am Do, 10.12.2015 15:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Argentiniens neue Regierung leitet Verhandlungen mit Hedgefonds ein



New York/Buenos Aires (APA/dpa) - Nach dem Machtwechsel in Buenos Aires steigt die Hoffnung auf ein Ende von Argentiniens jahrelangem Schuldenstreit mit US-Hedgefonds. Die neue Regierung habe in dieser Woche bereits erste Schritte für eine Lösung des Konflikts unternommen, teilte der vom zuständigen New Yorker Bezirksgericht eingesetzte Vermittler Daniel Pollack am Mittwoch mit.

Argentiniens künftiger Finanzminister Luis Caputo habe bei einem Treffen in New York die Absicht geäußert, mit den klagenden Gläubigern zu verhandeln, heißt es in der Mitteilung. Das Treffen sei auf Betreiben Caputos erfolgt und habe der gegenseitigen Vorstellung gedient. Substanzielle Gespräche habe es bisher noch nicht gegeben.

Die bisherige Regierung unter der scheidenden Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hatte den vom Bezirksrichter Thomas Griesa bestellten Mediator Pollack nicht akzeptiert. Argentinien streitet mit Gläubigern, die von den Hedgefonds NML Capital und Aurelius angeführt werden, um Anleiheschulden aus der Staatspleite Ende 2001.

Kirchner hatte die Rückzahlung stets verweigert und die Investoren als „Aasgeier“ bezeichnet. Der Fall wird in New York verhandelt, weil die strittigen Anleihen einst unter US-Recht ausgegeben wurden, um sie für internationale Anleger attraktiver zu machen. Ein Urteil von Griesa verbietet es Argentinien, andere Gläubiger zu bezahlen, solange die Schulden bei den Hedgefonds nicht beglichen sind.




Kommentieren