Letztes Update am Do, 10.12.2015 17:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Soldat Bowe Bergdahl spricht über Gefangenschaft bei Taliban



Washington/Kabul (APA/dpa) - Das umstrittene Schicksal des US-Soldaten Bowe Bergdahl in Afghanistan ist Gegenstand der zweiten Staffel des Podcasts „Serial“, die am Donnerstag gestartet ist. Bergdahl äußert sich darin erstmals öffentlich zu seiner fünf Jahre dauernden Zeit als Kriegsgefangener der Taliban in Afghanistan.

„Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich etwas Schlechtes tat, oder gar nicht so Schlechtes, jedenfalls etwas Ernstes“, sagt Bergdahl in dem Podcast. Bergdahl, heute 29 Jahre alt, hatte sich aus eigenem Antrieb von seiner Armee-Einheit entfernt und war von den Taliban gefangen genommen worden. 2014 wurde er gegen fünf Guantanamo-Häftlinge ausgetauscht. In den USA muss er sich nun wegen Fahnenflucht vor einem Militärgericht verantworten, ihm droht lebenslange Haft.

Tags zuvor hatten die Republikaner im Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses einen Bericht veröffentlicht, in dem sie US-Präsident Barack Obama vorwerfen, das Parlament nicht rechtzeitig über den Gefangenenaustausch informiert zu haben.

Die erste Staffel von „Serial“, in der die Verurteilung eines jungen Mannes in einem Mordverfahren in Maryland aufgearbeitet wurden, war mehr als 68 Millionen Mal heruntergeladen worden und gilt damit als der am schnellsten wachsende Podcast überhaupt. Der zweiten Staffel sagen Experten ein noch größeres Publikum voraus.

(SERVICE: Podcast Serial: http://dpaq.de/L3PrP )




Kommentieren