Letztes Update am Do, 10.12.2015 17:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weitere Überschwemmungen im Nordwesten Englands



London (APA/AFP) - Starkregen in der Nacht auf Donnerstag hat die Lage in den Hochwassergebieten im Nordwesten Englands weiter verschlechtert. Soldaten, Rettungsboote und ein Hubschrauber der Armee waren im Einsatz, um Bewohner aus überfluteten Häusern in Sicherheit zu bringen. Im Dorf Glenridding nordwestlich von Manchester trat erneut der Fluss über die Ufer. Durch die Straßen strömte schnell fließendes Wasser.

Die Polizei der Grafschaft Cumbria rief die Dorfbewohner auf, ihre Häuser aus Sicherheitsgründen nicht zu verlassen. Dort hatte der Sturm „Desmond“ am Wochenende besonders heftig gewütet. Schutzmauern, die nach Überschwemmungen im Jahr 2005 gebaut worden waren, wurden von den Regenmassen einfach überspült. Tausende Häuser standen unter Wasser. Zwischenzeitlich waren 60.000 Haushalte ohne Strom, etliche Schulen wurden geschlossen.

In dem Unwetter kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Im Fluss Kent in Cumbria wurde am Montag nach Polizeiangaben die Leiche eines älteren Mannes gefunden. Am Samstag war in London ein 90-jähriger Mann von einer Windböe vor einen Bus gedrückt worden.

Nach scharfer Kritik am Hochwasserschutz erklärte die britische Umweltbehörde, dass in den vergangenen zehn Jahren 45 Millionen Pfund (63 Millionen Euro) für bessere Schutzmaßnahmen ausgegeben worden seien. Der Regen an diesem Wochenende habe aber „alle Vorhersagen und alle Modelle übertroffen“.

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